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Woher stammen die Sternbilder?
Die Gestirnsbeobachtung ist etwa 5.000 Jahre alt. In Amerika, in China, im Zweistromland, begannen die Menschen nahezu gleichzeitig, den Himmel zu beobachten. Sie orientierten sich am Lauf der Gestirne. Sonne, Mond, die Planeten und die hellsten Fixsterne wurden benannt, teilweise mit Göttern gleichgesetzt, die hellsten Sterne wurden in Gruppen und Bildern zusammengefasst.
Zweistromland oder auch Zweiflussland genannt, bezeichnet geographisch das Gebiet um die Flüsse Euphrat und Tigris. Die Griechen bezeichneten bis zum 1. Jahrhundert den nördlichen Teil dieses Gebietes als Mesopotamien, den südlichen Abschnitt nannten sie Babylonien.
Die uns Abendländern geläufigen Sternbilder stammen überwiegend aus dem Zweistromland und von den alten Griechen. Jedoch kamen im Lauf der Zeit auch ägyptische und römische Begriffe hinzu.
Die nordeuropäischen Sternbilder sind bis auf eines, den Großen Wagen, in Vergessenheit geraten.
Die Sternbilder der amerikanischen Hochkulturen sind von den spanischen Mönchen gewaltsam vernichtet worden.
Die Chinesen haben ihre Sternbilder bis heute beibehalten.
Im 17. und 18. Jahrhundert hat es gar etliche Versuche gegeben, die heidnischen Sternbilder zu christianisieren: Zum Beispiel sollten aus den Bildern des Tierkreises die Zwölf Apostel werden.
Die im Jahre 1603 von dem Augsburger Astronomen Johann Bayer angefertigte Karte des Nachthimmels, in welcher er die griechischen Sternbilder in schönen Zeichnungen eintrug, ist noch heute gebräuchlich. Dazu erfand er das noch heute Verwendung findende Sternbezeichnungssystem mit griechischen Buchstaben. Den hellsten Stern eines jeden Sternbildes bezeichnete er als den Alpha-Stern, den zweithellsten den Beta-Stern u. s. w.
Im Zeitalter der Entdeckungen lernte man den bisher unbekannten südlichen Sternenhimmel kennen. Man kam auf die Idee, die Sterngruppen nach den damals soeben erfundenen technischen Geräten zu benennen. Der französische Abt Nikolas Louis de Lacaille fertigte in den Jahren 1750 bis 1753 einen Atlas des südlichen Sternhimmels an.
88 heute noch aktuelle Sternbilder
wurden 1928 durch die Internationale Astronomische Union festgelegt. Diese erhielten lateinische Namen und dreistellige lateinische Abkürzungen.
Auch die Sternbildergrenzen wurden bestimmt. Die Verbindungslinien in den Sternbildern unterliegen jedoch keiner Norm.
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