Der Mond steht Kopf!

Der Mond steht Kopf!

sagen Neuseeland Urlauber. Sri-Lanka Urlauber meinen, der Mond liegt auf dem Rücken.

Wo ist denn hier oben oder unten, links oder rechts?
Auf folgenden Fotos ist immer derselbe Mond zu sehen.
Jedoch aus drei verschiedenen Standorten auf der Erde.

 Zunehmender Halbmond von den Standorten Südpol und Nordpol betrachtet.

Ansicht der zunehmenden Mondsichel vom Suedpol und Nordpol

 

 

Abnehmender Halbmond von den Standorten Südpol und Nordpol betrachtet.

Ansicht der abnehmenden Mondsichel vom Suedpol und Nordpol

 

 

Abnehmender und zunehmender Halbmond vom Äquator aus betrachtet.

Mondsichel aus der Sicht vom Aequator

Das Foto vom Halbmond bei den obigen Grafiken ist immer dasselbe. Ich habe die Lage entsprechend verdreht.

 Quelle vom Mondfoto: https://astro-gallery.de/galerie/mond/monduebersicht-19.html

 

 

Der Mond steht nicht falsch!

Die Beine vom Beobachter zeigen immer zum Mittelpunkt der Erde, somit ändert sich automatisch die Blickrichtung.
Die Grafik zeigt links den zunehmenden Mond. In der Bildmitte ist dargestellt, wie dieser Mond von den Standorten, Nordpol, Äquator und Südpol zu sehen ist. große Ansicht

der Mond steht Kopf

 

 Wer mir nicht glaubt,

der malt einen Halbmond auf Papier und nagelt dieses an die Wand.

  • Nun stell Dir vor, Du stehst auf dem Nordpol und Deine Beine zeigen zum Erdmittelpunkt.
  • Mach nun einen Kopfstand (wenn zu schwierig, bücke Dich, schau zwischen Deinen Beinen hindurch)
    und denke, Du stehst auf dem Südpol. Deine Beine zeigen zum Erdmittelpunkt.
  • Der dritte Standort ist der Äquator. Lege Dich auf die Seite. Deine Beine zeigen zum Erdmittelpunkt.

Da wir nun aber auf der nördlichen Erdkugel leben, ist es einfach zu wissen, wie der zu- oder abnehmende Mond aussieht. Wer die alt-deutsche Schrift noch kennt, kann sich diese Eselsbrücke zu den Mondphasen merken.

abnehmender Mond; wie der Buchstabe a
zunehmender Mond; wie der Buchstabe z

 


Deutschland / Chile und Argentinien

Ein weiteres Beispiel zeigt die zunehmende Mondsichel. Aufnahmeort war die Sternwarte, die in etwa 49° nördlicher Breite liegt. In der gleichen Nacht war der Mond im Süden von Chile und Argentinien bei 49° südlicher Breite so zu sehen, wie auf dem rechten Teil der Grafik. Den rechten Mond habe ich horizontal und vertikal gespiegelt.

verdrehter Mond

 


Aber auch am selben Standort sehen wir den Halbmond im Lauf eines Jahres mit etwas unterschiedlichen Neigungen. Das hat hauptsächlich mit der Ekliptik zu tun. Die Mondbahn hat zur Ekliptik eine Neigung von 5,2 Grad. Je nachdem wo sich der Mond gerade befindet spielt das auch eine kleine Rolle.

Die drei Grafiken mit unterschiedlichen Neigungen vom Halbmond beziehen sich auf  49 Grad nördlicher Breite. Hier befindet sich die Sternwarte-Kraichtal, siehe Google Maps.

Mondansicht in Deutschland

Der abnehmende Mond zeigt sich spiegelverkehrt.

 


Eine Mondsichel und doch der volle Mond.

Wer hat sich noch nicht gefragt, warum bei einer schmalen Mondsichel schemenhaft der ganze Mond zu sehen ist?

Grund:
Die Sonne strahlt die Mond-Kugel und die Erd-Kugel gleichermaßen von einer Seite an. Folglich immer eine Halbkugel. Kurze Zeit nach, oder vor Neumond befinden sich die drei Himmelskörper in der Konstellation, dass eine schmale Mondsichel zu sehen ist. Dieses Licht stammt von der Sonne.
Das diffuse Licht von der Gesamtansicht des Monds stammt von der Erde. Sie reflektiert 37 Prozent des einfallenden Sonnenlichtes wieder in den Weltraum zurück. Die schmale Mondsichel besitzt aber noch nicht die Leuchtkraft, um alles zu überstrahlen. Nur deshalb ist es möglich den ganzen Mond, wenn auch nur schemenhaft, sehen zu können.

eine schmale Mondsichel mit der Silhouette vom ganzen Mond

 


Wann und wo lassen sich welche Mondphasen beobachten? siehe Animationen

 

Mond Animation

 


 

 Beschreibung und Daten vom Mond, siehe Sonnensystem

 03/2015 Roland Zimmermann

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